Generalversammlung entscheidet über Vogelstange

Link zur Tagesordnung der Generalversammlung 2020.

Der Schützenverein Grevenbrück startet mit einigen wegweisenden Entscheidungen ins neue Jahrzehnt. Bei der kommenden Generalversammlung haben die Blasius-Schützen nicht nur über den neuen Vereinsvorsitz abzustimmen, sondern diskutieren auch über den zukünftigen Standort der Vogelstange. Neben weiteren Wahlen stehen Ehrungen, Berichte und eine Satzungsänderung auf dem Programm, die aufgrund der neuen Datenschutzverordnung notwendig wird.

Andreas Sprenger hat bereits vor einiger Zeit angekündigt, sein Amt als erster Vorsitzender in 2020 zur Verfügung zu stellen. Sprenger, der 22 Jahre im Grevenbrücker Schützenvorstand tätig war, steht seit 2003 an der Spitze des Vereins. In seine Amtszeit fallen neben anderen Highlights der große Umbau des Foyers der Schützenhalle in 2005 sowie die Ausrichtung des Stadtschützenfestes in 2004 und insbesondere des Kreisschützenfests in 2018. Nun macht er auf eigenen Wunsch Platz für die nächste Generation. „Es fällt mir nicht leicht, aber es ist ein großartiges Gefühl, einen intakten Verein mit vielen aktiven Schützen und einem tollen Vorstandsteam an einen Nachfolger übergeben zu können.“ In den letzten Monaten, so Sprenger weiter, habe der Vorstand seine Hausaufgaben gemacht und die Vorbereitungen für einen reibungslosen Übergang getroffen. Nun haben die Mitglieder das Wort.

Mit noch größerer Spannung erwarten die Grevenbrücker Schützen die Diskussion und die Abstimmung über eine mögliche Verlegung der Vogelstange. Nach den guten Erfahrungen beim Kreisschützenfest und auf Vorschlag zahlreicher Schützen hatte der Vorstand in 2019 entschieden, das Vogelschießen beim örtlichen Schützenfest – im ersten Schritt probeweise – ebenfalls am Ehrenmal im Planken stattfinden zu lassen. Vor einer endgültigen Entscheidung wollte man allen Besuchern die Gelegenheit geben, sich ein eigenes Bild von dieser Örtlichkeit zu machen. So fanden sich im letzten Jahr hunderte von Zuschauern jeden Alters in den gut zugänglichen Veischedewiesen in der Dorfmitte ein, um den Schießwettbewerben bei strahlendem Sonnenschein beizuwohnen. Aus Sicht des Vorstands war es ein erfolgreiches Experiment. „Wir wollen allen Grevenbrückern – ob jungen Familien mit Kindern oder den Schützenfestfreunden mit eingeschränkter Mobilität – die Gelegenheit geben, die tolle Stimmung beim Vogelschießen zu genießen. Auf der anderen Seite verstehen gerade wir als Traditionsverein natürlich auch diejenigen, die an dem alten Standort am Buchhagen hängen.“ Daher wünscht sich der Vorstand einen offenen und fairen Meinungsaustausch sowie anschließend eine Entscheidung auf der breiten Basis vieler Schützen.

Die Generalversammlung findet am 29. Februar 2020 um 20 Uhr in der Grevenbrücker Schützenhalle statt. Traditionell wird zuvor um 18:30 Uhr zur Schützenmesse in die St.-Nikolaus-Pfarrkirche eingeladen.

1 Kommentar zu „Generalversammlung entscheidet über Vogelstange“

  1. Hans-Otto Hille

    Liebe Schützenbrüder !

    Ich möchte mich zur möglichen Verlegung der Vogelstange äußern und dazu folgendes bemerken:
    Die positive Resonanz zum Planken ist nach den beiden dort vorausgegangen Festen verständlich und nachvollziehbar. Ebenso wichtig erscheint mir aber auch darauf hinzuweisen, dass durch die Verlegung der Vogelstange auch der bisherige Ablauf des Schützenfestes in seiner Struktur verändert wird, insoweit, als das eigentliche „Festgeschehen“ künftig mehr oder weniger im Umfeld der Schützenhalle stattfinden wird. Die „Wackelzüge“ durch den Ort nach dem Vogelschießen waren auch für die Straßenanlieger und die Ortschaft stets der Hinweis auf den neuen König etc.
    Das sog. Oberdorf zudem wird von einem Teil seiner Tradition mit allem, was die Vogelstange am Buchhagen damit verbindet, abgeschnitten. Ob eine solche Verlegung rückholbar ist, bleibt die offene Frage.
    Unsere Vorfahren haben mit großem Aufwand und persönlichen Anstrengungen seinerzeit die Vogelstange am Buchhagen erworben, hergerichtet, erweitert und sie auch den sonstigen technischen und rechtlichen Anforderungen gemäß vorgehalten. Auch vor 2020 hatten wir junge Familien, die gern und recht zahlreich dem Königsschießen beiwohnten und ihren Spaß hatten. Allerdings hatte man für ein einmaliges jährliches „Sichanstrengen“, um den zugegeben bergigen aber schönen Buchhagen – mit Kind und Kegel – zu erreichen, offenbar mehr Mut und Zuversicht als heute.
    Letztlich sollte und wird die Generalversammlung darüber entscheiden, ob mit einer Tradition gebrochen werden soll oder nicht. Optionen anderer Art, etwa die Verlegung zunächst zeitlich zu befristen, sollten überlegt werden. Auch vor dem Hintergrund nicht mehr auf eigenem Grund und Boden zu feiern, sondern städtischen Grund zu nutzen.
    Ich werde deshalb einer Verlegung nicht zustimmen, werde aber jede andere Entscheidung der GV mittragen.

    Mit Schützengruß

    Hans-Otto Hille

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